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Wissenswertes
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Nicht jede Beleidigung eines Vorgesetzen
rechtfertigt eine Kündigung


In der vom Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein am 21.07.2009 getroffenen Entscheidung wurde die außerordentlich fristlose Kündigung einer Arbeitnehmerin als unwirksam betrachtet, die ohne vorherige Abmahnung gekündigt wurde, nachdem sie abfällige Äußerungen über ihren Vorgesetzten gemacht hatte.
Die Arbeitnehmerin, eine Tierärztin hatte sich gegenüber einer Praktikantin abfällig über ihren Vorgesetzten geäußert und diesem unter anderem frauenfeindliches Verhalten vorgeworfen. Die der Arbeitnehmerin vorgeworfenen abfälligen Äußerungen über ihren Vorgesetzten sind zwar grundsätzlich geeignet, eine verhaltensbedingte Kündigung zu rechtfertigen. Allerdings ist dem Arbeitgeber vor dem Ausspruch einer Kündigung eine Abmahnung zuzumuten. In vorliegenden Fall musste der Arbeitgeber nach Ansicht des Gerichts vor Ausspruch einer Kündigung ein klärendes Vermittlungsgespräch zwischen der Arbeitnehmerin und ihrem Vorgesetzten versuchen.

Fazit:  Beleidigende Äußerungen über Vorgesetzte rechtfertigen nicht in jedem Fall eine Kündigung; der Arbeitgeber sollte vor Ausspruch einer Kündigung versuchen, ein klärendes Gespräch zwischen den betroffenen Parteien zu vermitteln.

 
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