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Wissenswertes
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Fristlose Kündigung bei privater Internetnutzung im Betrieb

Auch wenn ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern die private Nutzung des am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellten Internetzugangs nicht ausdrücklich verboten hat, kann eine zeitlich intensive Nutzung des Internets während der Arbeitszeit durch den Arbeitnehmer einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung darstellen.

Dabei kommt es auf den zeitlichen Umfang der Nutzung durch den Arbeitnehmer, die dem Arbeitgeber hierdurch entstandenen Kosten und den Gegenstand der Nutzung durch den Arbeitnehmer an. So kann beispielsweise der Aufruf pornografischer Seiten für den Arbeitgeber zu einem Imageverlust führen.

Ohne ein klares Verbot bezüglich der privaten Nutzung kann es im Einzelfall aber notwendig sein, dass vor Ausspruch der Kündigung eine Abmahnung zu erfolgen hat.

Ein Arbeitnehmer sollte, soweit die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz nicht ausdrücklich durch den Arbeitgeber gestattet ist, erst dann im Internet zu privaten Zwecken surfen, wenn er hierfür eine Erlaubnis vom Arbeitgeber erteilt bekommen hat.

Der Arbeitgeber sollte die Frage der privaten Nutzung von Internetzugängen am Arbeitsplatz klar regeln, gegebenenfalls sollte dies im Rahmen einer Betriebsvereinbarung in Form einer Netiquette erfolgen. Hierin könnte zum Beispiel der Aufruf von pornografischen, rassistischen oder gewaltverherrlichenden Seiten verboten und der Rahmen einer erlaubten privaten Nutzung des Internetzugangs bestimmt werden.

 
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