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Unbefugtes Lesen und Weiterleiten von E-Mails
führt zu fristloser Kündigung


EDV-Administratoren, die unbefugt E-Mails lesen und diese dann auch noch (innerbetrieblich) weiterleiten, riskieren eine außerordentliche fristlose Kündigung.
In dem vom Landesarbeitsgericht München am 08.07.2009 entschiedenen Fall hatte ein System-Administrator Zugriff auf sämtliche Daten und Laufwerke. Während der Urlaubsabwesenheit eines Geschäftsführers hat er einem weiteren Geschäftsführer eine Reihe von E-Mails des anderen Geschäftsführers vorgelesen und ausgedruckt. Die hierauf ausgesprochene fristlose Kündigung wurde vom Landesarbeitsgericht München bestätigt. Das unberechtigte Lesen von E-Mails ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die vertraglichen Pflichten und ein Missbrauch der ihm übertragenen Befugnisse und technischen Möglichkeiten auf interne Korrespondenz. Ein derartiger Missbrauch rechtfertigt regelmäßig auch ohne vorhergehende Abmahnung eine fristlose Kündigung, da das Vertrauensverhältnis irreparabel zerstört wurde. Der Arbeitgeber müssen sich darauf verlassen können, dass System-Administratoren auch in Ausnahmesituationen ihre Zugriffsrechte nicht missbrauchen.

Fazit:  Missbrauch von Zugriffsrechten durch EDV-Administratoren führt zu einer wirksamen fristlosen Kündigung.

 
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