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Wissenswertes
  · zu "Wissenswertes" Mittelstandsfinanzierung

Erfolgreiche mittelständische Unternehmen haben in der Zukunft nur eine Chance, ihre Finanzierungsbedürfnisse bei Banken oder Investoren erfolgreich zu platzieren: Transparenz! Dies verlangt Aufbau interner Strukturen für Controlling, Monitoring und Rating. Bereiten Sie sich schon heute darauf vor! Nutzen Sie Ihre Instrumente und kombinieren Sie Bankkredite, Beteiligungen und Genussscheine, um Ihre Unternehmensziele zu finanzieren. Sie werden überrascht sein, welche Möglichkeiten sich für Ihr Unternehmen, aber auch für Investoren bieten. Gerne informiert unser für diesen Bereich verantwortlicher Partner, RA P. Alexander Willers, Sie über Beispiele oder ein konkretes Konzept für Ihr Unternehmen.

1. Basel II
Die unter der Bezeichnung "Basel II" bekannten, verschärften Richtlinien bei der Vergabe von Firmenkrediten gelten ab 2007. Die Regelungen im Einzelnen werden erst Ende 2006 feststehen, weil die Vorgaben der EU-Kommission bis zu diesem Zeitpunkt in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Dann gilt:Je besser das Rating, desto günstiger der Zinssatz. Oder umgekehrt: Je schlechter die Bonität, desto höher der Zins. Der Kernpunkt ist die Eigenkapitalquote: Je höher diese ist, desto besser ist das Rating. Die Banken werden ihre Firmenkunden durch ein externes oder bankinternes Rating einstufen. Externe Ratings durch sog. Ratingagenturen sind kostspielig, sodass bankinterne Ratings beim Mittelstand die Regel sind bzw. sein werden. Erfolgreich werden nur Firmen sein, die Controlling im Unternehmen und Transparenz gegenüber den Banken als Chance betrachten und sich schon jetzt diesen Herausforderungen stellen.

2. Bankgespräch
Bereiten Sie ein Bankgespräch umfassend vor. Prüfen Sie vorher die Ansprüche an Ihre Liquiditäts-/Finanzplanung und bedenken Sie Finanzierungsalternativen. Hausbanken bieten Vorteile, aber selten die günstigsten Konditionen. In jedem Fall sollten Sie die klassischen Unterlagen wie Jahresabschlüsse der letzten 3 Geschäftsjahre sowie aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) vorlegen können. Überzeugen können Sie Ihre Bank aber nur, wenn Sie auch eine Liquiditäts-/Finanzplanung vorlegen können und Ihre Strategien für die nächsten 3-5 Jahre beschreiben können. Je nach Darlehensart müssen Sie natürlich auch aktuelle Forderungsaufstellungen, wie etwa Verträge, Registerauszüge, Grundbuchauszüge oder andere Urkunden vorlegen können.

3. Genussscheine
Genussscheine gehören zum sog. "Mezzanine"-Kapital (=Geldquelle aus dem Mittelgeschoss). Unternehmer müssen dafür nicht Haus und Hof verpfänden und erhöhen zugleich ihre Eigenkapitalquote. Genussscheine sind aktienähnliche Urkunden, die eine Beteiligung an Gewinnen von Unternehmen verbriefen. Die Genussscheininhaber haben häufig keine oder eingeschränkte Kontroll- oder Zustimmungsrechte und sind in voller Höhe an den Verlusten des Unternehmens beteiligt; ihre Laufzeit beträgt 5-10 Jahre. Genussscheine können als eigenkapitalähnlich nach HGB bilanziert werden. Das Unternehmen sichert sich so ein besseres Rating. Die Zeichner von Genussscheinen erzielen meist eine überdurchschnittliche Rendite, sichern sich in der Investitionsphase zusätzlich Steuervorteile und können durch Grundschulden oder andere Sicherheiten abgesichert werden.

4. Bankkredite
Gegen Stellung der entsprechenden erstrangigen Sicherheiten (Grundschulden, Kapitaldeckung, Sicherungsübereignung etc.) sind Bankkredite immer noch die preiswerteste Art der Kapitalbeschaffung. Die Höhe des Darlehenszinssatzes bei einem derart angesicherten Darlehen ist mit alternativen Finanzierungen nicht zu erreichen. Selten verfügen Unternehmen jedoch über derartige Sicherheiten. Dann bleibt nur noch die Übernahme persönlicher Verpflichtungen der Geschäftsführer oder Gesellschafter, die nur selten unbegrenzt möglich und/oder gewollt sind.

5. Stille Beteiligungen
Auch stille Beteiligungen gehören wie Genussscheine zum Mezzanine-Kapital. Rechte und Pflichten der Geldgeber können frei ausgehandelt werden. Diese Finanzspritzen sind als stille Beteiligungen für Dritte nicht erkennbar, stehen in der Bilanz als Fremdkapital, werden aber beim Rating als Eigenkapital betrachtet. Die Laufzeit wird ebenso vertraglich vereinbart, wie die Kontrollrechte der Geldgeber. Die Geldgeber sind häufig am Verlust beteiligt, erhalten keine oder nur selten Sicherheiten und erwarten daher auch eine überdurchschnittliche Rendite.

 
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