Tel.: 0221-272348 -0
Fax: 0221-272348 -99
Mail: kanzlei@wmrk.de
Wissenswertes
  · zu "Wissenswertes"
Neues Widerrufsrecht – Abmahngefahr

Seit dem 13.06.2014 müssen die gesetzlichen Änderungen zur Umsetzung der europäischen Verbraucherrechterichtlinie zwingend von allen Onlineshop-Händlern umgesetzt werden.

Die ersten Abmahnungen wurden bereits von der Werfo Ltd. und der eboxu UG aus Bayreuth ausgesprochen. Es kann daher nur dringend angeraten werden, die Abmahngefahr ernst zu nehmen und die Widerrufsbelehrungen entsprechend anzupassen.

Teilweise ist uns bekannt, dass sich die Abmahner noch etwas ungelenk und letztlich wohl auch unzulässig auf Art. 6 Abs. 1 lit. i) der EU-Verbraucherrechterichtlinie (Richtlinie 2011/83/EU) statt sich auf §§ 355 ff. BGB berufen.

Uns lagen jedoch auch schon Abmahnungen vor, die ernst zu nehmen waren.

Gerade die offensichtlich erkennbaren Punkte in Widerrufsbelehrungen wie
  • die Notwendigkeit der eindeutigen und ausdrücklichen Erklärung des Widerrufs,
  • der Wegfall der 40 €-Grenze bei den Kosten der Rücksendung der Ware, oder
  • die Formfreiheit des Widerrufs und das damit verbundene Erfordernis, auch eine Telefonnummer anzugeben,
bieten sich an, um veraltete bzw. fehlerhafte Widerrufserklärungen zu identifizieren und die entsprechenden Online-Händler schließlich abzumahnen.

Dennoch gilt: Die Gesetzeslage ist neu, daher machen auch Abmahner Fehler und eröffnen so diverse Möglichkeiten sich gegen die Abmahnungen erfolgreich zu verteidigen.

Sollten Sie betroffen sein, unterschreiben Sie nicht voreilig eine mitgeschickte Unterlassungserklärung, sondern holen Sie sich anwaltlichen Rat ein, wie im Falle einer Abmahnung vorzugehen ist. Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!

© Juli 2014, Knut Schreiber, Stefan Müller-Römer, Alle Rechte vorbehalten

 
Kanzlei | Anwälte | Service | Portfolio